Dez 19 2009

TZ Blomenburg in 2010 gesichert – BTG bewilligt 600.000 Euro

fhu

Das Wichtigste zuerst — der Fortbestand des TZ ist für 2010 finanziell gesichert, und das Volumen deutet darauf hin, dass nun mit vereinten Kräften der Weg aus dem Treibsand gesucht werden soll. Das wird ein Ergebnis der BTG-Gesellschafterversammlung vom 17.12. sein — es dürfte auch über das weitere Vorgehen hinsichtlich des Rückzahlungsbeschei­des gesprochen worden sein. Hier in Selent berät die Gemeindevertretung am 21.12. über diese Themen.

Die Bürgerinitiative “Öffnet und Rettet die Blomenburg” (BÖRB) kämpft anscheinend immer noch dafür, dass der historische Teil des TZ, die Blomen­burg, als eigenständiges Gebäude betrachtet und genutzt wird. Auf ihrer Website berichten sie über ein Gespräch mit Landrat Gebel (nach unten scrollen!), das sie am 15. 12. geführt haben, und in dem sie viele “übereinstimmende Haltungen” festgestellt hatten:

Die Gesprächspartner sind sich ebenfalls einig darüber, dass die Landesregierung im von Europa vorgegebenen Rahmen genügend Handlungsspielraum hat, um die Burg für eine vielfältige Nutzung zu öffnen. Das dient auch der Wirtschaftlichkeit der Burg [Hervorhebung durch den säzzer].

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Dez 15 2009

“So geht das nicht” – KN zitiert IBank-Zahlungsbescheid

fhu

Ausschnitt aus Kieler Nachrichten, beim Nachbarn geklautZwei Millionen Euro — das ist eine stolze Summe, bedeutet das doch für die Gemeinde Selent, die 10% an der BTG hält, rund 200.000 Euro.

Von der IBank wird — anders als im ersten KN-Bericht — sehr wohl einige Verhaltens­weisen der Betreibergesellschaft gerügt, wie zum Beispiel die personelle Verflechtung zwischen Betreiber und den im Technologiezentrum ansässigen Firmen wie auch der “An­schein eines hotelähnlichen Betriebes” (sprich: Übernach­tungen und private Veranstaltungen).

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Nov 28 2009

Schützenhilfe für die Bürgerinitiative

fhu

Na, dann helfen wir mal unserer BÖRB in die Suchmaschinen – noch taucht die neue Site dort nicht auf.

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Nov 28 2009

Nutzung der Blomenburg: Wie groß ist der Spielraum im Bewilligungs­bescheid?

fhu

Rund 35 ZuhörerInnen waren in die Mensa der Schule am Selenter See gekommen, um der Diskussionsrunde mit den MdLs Ingrid Brand-Hückstädt (FDP), Anette Langner (SPD) und Peter Sönnichsen (CDU) zuzuhören. Die Diskussion leiteten Peter Wiegner und Ursula Kähler von der Bürgerinitiative, die die Hoffnung aussprachen, daß in Zukunft die Blomenburg wieder für Veranstaltungen genutzt werden könne.

Peter Wiegner ging kurz auf die Aktionen der Initiative ein, die in den letzten Wochen eine Unterschriftenaktion gestartet hat. Diese wird am 30. November abgeschlossen und diese während der kommenden Sitzungsperiode des Landtags dem Ministerpräsidenten überreicht werden.

Nach Frau Kählers Worten sei es bei der Planung ein fataler Fehler gewesen, die Blomenburg so eng mit dem Technologiezentrum zu verknüpfen. Da für den Bewilligungsbescheid das Land zuständig wäre, müsse auf dieses eingewirkt werden, dass dieser den Bedürfnissen angepasst wird.

Anette Langner empfahl, dass sich doch alle zusammensetzen sollten, um einen gemeinsamen, zukunftsfähigen Weg auszuarbeiten. Nach ihrem Eindruck nach habe sich das Wirtschaftsministerium auf eine absolut starre Position zurückgezogen, die wenig sachdienlich wäre. Weder auf Landes- noch auf Kreisebene habe man Interesse an einer Investitionsruine in Selent.

Peter Sönnichsen goss dann aber “leider Wasser in den Wein”. Politik käme nicht an Realitäten vorbei — was hier bedeutet, dass die Fördergeldvergabe an bestimmte Bedingungen geknüpft wurden, es sich hier um Wirtschaftsförderung handele. Es wäre eine von den Beteiligten “bewußt gewählte Förderung” gewesen, deren Bedingungen sehr wohl in der EU aufgestellt wurden, und nicht im Ermessensspielraum des Landes lägen.
Zu der jetzigen Situation hätten einerseits die “fehlerhafte Nutzung” der vergangenen Jahre sowie die komplexe Vertragsverhältnisse geführt. Er sieht das weitere Vorgehen in folgenden drei Schritten – erstens die leidige Frage evetueller Rückzahlungen, zweitens der Fortbetrieb des TZ unter Leitung des Kreises und erst an dritter Stelle die Öffnung der Burg für Veranstaltungen.

Frau Brand-Hückstädt forderte eine “praktische Lösung” ein: Als Juristin könne sie nicht allzuviel zu der Sachlage sagen, da über laufende Verfahren wenig gesprochen würde; aus dem Förderbescheid würde ihrer Meinung aber nicht klar hervorgehen, wo genau das Problem liegen würde. Hoffnung schöpfe sie aus der Tatsache, dass die Investitionsbank SH anscheinend mit der Prüfung der Rechtmässigkeit noch nicht zum Ende gekommen sei.

Die Sprecher der Bürgerinitiative machten nochmals deutlich, dass es ihnen nicht um Vergangenheitsbewältigung ginge — diese Aufgaben lägen in anderen Händen — dass sie im Gegenteil an zukunftsorientierten Lösungen arbeiten würden. Man wolle aber während der laufenden Prüfung nicht die Hände in den Schoss legen, sondern Alternativen erarbeiten. Unter diesem Punkt kritisierte Frau Kähler auch scharf die Offene Bürgerliste Selent, die sich einerseits positiv gegenüber der Gründung der Initiative geäußert habe, andererseits abfällig über deren Arbeit berichten würde.

Podium v.l.n.r: Herr Heyden, Frau Baumgardt (Sprecher der BI), Peter Sönnichsen (CDU), Anette Langner (SPD), Ingrid Brand-Hückstädt (FDP); Frau Kähler, Herr Wiegner (Sprecher BI)

Podium v.l.n.r: Herr Heyden, Frau Baumgardt (Sprecher der BI), Peter Sönnichsen (CDU), Anette Langner (SPD), Ingrid Brand-Hückstädt (FDP); Frau Kähler, Herr Wiegner (Sprecher BI)

“Die Zeit der Prüfung ist vorbei”, meinte dazu trocken Peter Sönnichsen. Nur über die Höhe der Rückzahlung würde noch diskutiert. Das war das erste Mal, dass öffentlich deutlich gemacht wurde, dass es dazu kommen wird — anscheinend in einer Höhe, dass die “Blomenburg Trägergesellschaft Bauchschmerzen bekommen wird”.

In der Diskussion kristallisierte es sich immer mehr heraus, dass auf Grundlage des Forderungskataloges der Initiative sich ein Konzept für die Zukunft entwickeln lassen könnte – wobei Herr Sönnichsen hier immer wieder betonte, dass der Förderbescheid die Obergrenze des Denk- oder Machbaren darstellen würde.

Also heisst es nun, einerseits den Förderbescheid genau auszuloten, anderseits Druck auf die Landesregierung zu machen — das Wirtschaftsministerium könne sich nicht ewig bedeckt halten.

Die Bürgerinitiative denkt schon weiter in die Zukunft — einige Mitglieder der Bürgerinitiative sind am Überlegen, aus ihr später einen “Freundeskreis Blomenburg” hervorgehen zu lassen, der mit für die Belebung der Burg (durch Veranstaltungen und Ähnliches) sorgen könnte.

Und — die für den 7.12. geplante Veranstaltung mit MdBs muss verschoben werden — der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

/fhu: Endlich wurde einmal klar geäussert, wie der Stand der Dinge steht, einen großen Dank an Peter Sönnichsen. Bislang wurde vor Ort noch gehofft und gebangt, der Kelch der Rückzahlungen möge an Kreis und Gemeinde vorbeiziehen. Bauchschmerzen für BTG? Das hört sich auch nach Bauchschmerzen für die Gemeinde an — nach den Steuerrückgängen der letzten Zeit nicht gerade das, was die Gemeinde gerne hört.


Nov 14 2009

Bürgerinitiative “Öffnet und Rettet die Blomenburg” in der Wochenpresse

fhu

probsteer boerbEs gab demnach ein Gespräch zwischen der Sprechergruppe der Bürgerinitiative “Öffnet und Rettet die Blomenburg” (in Zukunft zu BÖRB abgekürzt, bin schreibfaul) mit dem Eigentümer der Burg und dem GF der Trägergesellschaft. Lest das Schreiben durch, ich finde es im Kontext sehr erhellend, wie sich einiges in der Argumentation nicht geändert hat, vor allem von Seiten des Eigentümers, der anscheinend doch Investor war (ok, gehört hier nicht zur Sache, aber trotzdem): “Die Investitionen, die er in das Gesamtprojekt investiert hat, zeigen, dass er nach wie vor gute Möglichkeiten sieht, über eine vielfältige Nutzung den Erfolg zu erreichen.”

Irgendwie bringe ich den zeitlichen Ablauf nicht auf die Reihe — die Investitionen waren doch am Anfang, oder täusche ich mich da? Ich kann verstehen, dass ein ROI erwünscht und notwendig ist. Aber dass früher einmal getätigte Aufwendungen zeigen sollen, dass jetzt Erfolg erreicht werden kann ist meines Erachtens ein unzulässiger Schluß…

Das wäre mir vollkommen egal, wenn, ja wenn nicht durch das ganze Konstrukt viel Ärger und Kosten auf Kreis und Gemeinde zukommen könnten — an denen wenig zu ändern ist (aber das ist ein weites Feld und könnte Thema für mindestens x Artikel sein…).

Es sollte zuerst mal geklärt werden, wie nun die genauen Verhältnisse sind und was sich daraus entwickeln lässt. Ich erschrecke immer wieder, wenn ich mit Bürgern Selents über die Geschichte schnacke — vielen sind nicht mal die grundlegenden Zusammenhänge klar. So zum Beispiel, dass die Blomenburg, das Kavalliershaus und der Burghof integraler Bestandteil des Technologiezentrums sind. Dass heisst, dass Herr Hartmann wohl der Eigentümer der Burg, die Blomenburg Trägergesellschaft (BTG) jedoch für die nächsten Jahrzehnte der Besitzer ist. Nach den jetzt gültigen Verträgen kann sich Herr Hartmann einiges wünschen, was die nächsten Jahre bringen — allein, es liegt in den Händen der BTG, was daraus wird.

Und die Vermittlung dieser Zusammenhänge, das fehlt mir bislang in der Arbeit der BÖRB. Ich finde es gut, dass ein Gremium geschaffen wurde, dass die Meinungen und Interessen der Bevölkerung aufnimmt und weiterträgt, nur sollte von dort auch grundsätzliche Aufklärung als Basis erfolgreicher möglich sein. Ich schätze mal, diese Themen werden auch bei den nächsten Veranstaltungen der BÖRB zur Sprache kommen.

Ich habe aber das Gefühl, dass sich unsere — politische — Gemeinde erst mal in Ruhe einen Kopf machen sollte, welcher Weg für uns sinnvoll und wichtig ist, unabhängig von den Wünschen unserer Vertragspartner Kreis Plön und Herrn Hartmann, der gleich der Gemeinde Selent 10 % der BTG hält.