“So geht das nicht” – KN zitiert IBank-Zahlungsbescheid

Was viele lange Zeit kritisiert haben, ist nun “offiziell” – im Rückzahlungsbescheid listet die Investitionsbank SH genau die Versäumnisse der Blomenburg Trägergesellschaft (BTG) und die Verstöße des Betreibers gegen den Förderbescheid. Das Ganze garniert mit einer Rückzahlungssumme von bummelig 2.000.000 Euro, zahlbar zum 7. Januar 2010.

Ausschnitt aus Kieler Nachrichten, beim Nachbarn geklautZwei Millionen Euro — das ist eine stolze Summe, bedeutet das doch für die Gemeinde Selent, die 10% an der BTG hält, rund 200.000 Euro.

Von der IBank wird — anders als im ersten KN-Bericht — sehr wohl einige Verhaltens­weisen der Betreibergesellschaft gerügt, wie zum Beispiel die personelle Verflechtung zwischen Betreiber und den im Technologiezentrum ansässigen Firmen wie auch der “An­schein eines hotelähnlichen Betriebes” (sprich: Übernach­tungen und private Veranstaltungen).


Mit dem nun vorliegenden Prüfbericht der IBank sollten nun auch die letzten Hoffnungen einiger Vertreter der BÖRB (Bürgerinitiative “Öffnet und Rettet die Blomenburg”) hinfällig sein, die sich weiterhin für die Öffnung der Blomenburg für private Feierlichkeiten stark gemacht haben (s. auch Bericht hier im Blog).

Zu weit aus dem Fenster gelehnt? Es war zum Zeitpunkt der Resolution absehbar, dass die Privatveranstaltungen in keinster Weise fördermittelkonform waren…

Ich bin immer mehr der Ansicht, dass mensch nach vorne blicken sollte — um die Fehler der Vergangenheit und ihre Aufarbeitung kümmern sich andere.

Der Betrieb des TZ durch den Kreis macht jedoch nur Sinn, wenn er nicht halbherzig durchgeführt wird — wie in Vergangenheit, wo mensch fast den Eindruck gewinnen konnte, nur der Verlustausgleich von Kreis und Gemeinde hielte das TZ am Laufen. Nein, im Gegenteil — wenn es überlebensfähig gemacht werden soll, dann muss nun eine Offensive gestartet werden, denn der Ruf ist fürs Erste dahin, einen guten Ruf aufbauen kostet jedoch Zeit — und Geld. Wiederum überwiegend öffentliche Gelder — des Kreises, der Gemeinde Selent.

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4 KOMMENTARE?

  1. Silke Berner hat diese wundersamen Worte am 16. Dezember 2009 hinzugefügt| Permalink

    Guter Bericht, Frank

  2. Lutz Outzen hat diese wundersamen Worte am 16. Dezember 2009 hinzugefügt| Permalink

    Hallo Frank,
    warten wir mal ab, der Kreis wird sich schon überlegen, ob Sie den Bescheid so hinnehmen.
    Ich denke, es wird Gespräche geben, ob man da nicht gegenan gehen will.
    Aber wie du schon schreibst, wir müssen in die Zukunft blicken. Wie und ob in der Zukunft Veranstaltungen auf der Burg laufen, muss man sehen. Es muss aber natürlich im Rahmen der Förderung bleiben.
    Aber wie?
    Dabei können wir alle helfen, indem wir uns Gedanken machen, wie man die Zukunft gestaltet. Eine Anmerkung einer Bürgerin bei einem Treffen fand ich sehr interessant: Warum können die Firmen des TZ sich nicht zusammentun und ein öffentliches Event auf der Burg abhalten?
    Alles regelkonform… ?!

  3. fhu hat diese wundersamen Worte am 16. Dezember 2009 hinzugefügt| Permalink

    Kreis Widerspruch einlegen: Ja, kann sein. Morgen ist ja BTG-Sitzung, da werden sie sich was einfallen lassen. Nur – die I-Bank hat sich ordentlich Zeit mit dem Bescheid gelassen, ich schätze, dass sie ihn juristisch auch gut abgeklopft haben. Und ich glaube, dass im Vorfeld schon intensive Gespräche stattgefunden haben…

    Regelkonforme Veranstaltungen: Gibt es mehr, als landläufig so geschnackt wird. Ob der zukünftige Betreiber es mitmachen wird, ist eine andere Frage. Es muss ein intensiver Austausch mit der BTG stattfinden, vielleicht eine gemeinsame Vermarktung. Die Gemeinde hat ja in diesem Jahr gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsagentur gemacht (hier: Vermarktung Gewerbegebiet), man sollte diese ausdehnen auf das Technologiezentrum.

    Firmen des TZ als Veranstalter: Hier sehe ich eher den Betreiber des TZ in der Pflicht, der dann auch die ansässigen Firmen dazu einlädt. Wir können froh sein, wenn die derzeit vorhandenen Firmen überhaupt den Standort weiter nutzen; ihnen noch zusätzlich Aufgaben aufzudrücken fände ich nicht so gelungen. Für sie wäre es m. E. nur interessant, wenn sie durch solch eine Veranstaltung neue Kunden akquirieren oder für sich werben können, was je nach Ausrichtung eher unwahrscheinlich ist.

  4. Silke Berner hat diese wundersamen Worte am 17. Dezember 2009 hinzugefügt| Permalink

    Veranstaltungen hin oder her… Es müssen Firmen nach Selent. Und das kann gelingen, wenn man ein vernünftiges Konzept darstellt. Das ist das gleiche Problem wie 2005: Womit holen wir Familien auf die Baugrundstücke.

Ein Trackback

  1. [...] vom 17.12. sein — es dürfte auch über das weitere Vorgehen hinsichtlich des Rückzahlungsbescheides gesprochen worden sein. Hier in Selent berät die Gemeindevertretung am 21.12. über diese [...]

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