Bürgerinitiative “Öffnet und Rettet die Blomenburg” in der Wochenpresse

fhu

probsteer boerbEs gab demnach ein Gespräch zwischen der Sprechergruppe der Bürgerinitiative “Öffnet und Rettet die Blomenburg” (in Zukunft zu BÖRB abgekürzt, bin schreibfaul) mit dem Eigentümer der Burg und dem GF der Trägergesellschaft. Lest das Schreiben durch, ich finde es im Kontext sehr erhellend, wie sich einiges in der Argumentation nicht geändert hat, vor allem von Seiten des Eigentümers, der anscheinend doch Investor war (ok, gehört hier nicht zur Sache, aber trotzdem): “Die Investitionen, die er in das Gesamtprojekt investiert hat, zeigen, dass er nach wie vor gute Möglichkeiten sieht, über eine vielfältige Nutzung den Erfolg zu erreichen.”

Irgendwie bringe ich den zeitlichen Ablauf nicht auf die Reihe — die Investitionen waren doch am Anfang, oder täusche ich mich da? Ich kann verstehen, dass ein ROI erwünscht und notwendig ist. Aber dass früher einmal getätigte Aufwendungen zeigen sollen, dass jetzt Erfolg erreicht werden kann ist meines Erachtens ein unzulässiger Schluß…

Das wäre mir vollkommen egal, wenn, ja wenn nicht durch das ganze Konstrukt viel Ärger und Kosten auf Kreis und Gemeinde zukommen könnten — an denen wenig zu ändern ist (aber das ist ein weites Feld und könnte Thema für mindestens x Artikel sein…).

Es sollte zuerst mal geklärt werden, wie nun die genauen Verhältnisse sind und was sich daraus entwickeln lässt. Ich erschrecke immer wieder, wenn ich mit Bürgern Selents über die Geschichte schnacke — vielen sind nicht mal die grundlegenden Zusammenhänge klar. So zum Beispiel, dass die Blomenburg, das Kavalliershaus und der Burghof integraler Bestandteil des Technologiezentrums sind. Dass heisst, dass Herr Hartmann wohl der Eigentümer der Burg, die Blomenburg Trägergesellschaft (BTG) jedoch für die nächsten Jahrzehnte der Besitzer ist. Nach den jetzt gültigen Verträgen kann sich Herr Hartmann einiges wünschen, was die nächsten Jahre bringen — allein, es liegt in den Händen der BTG, was daraus wird.

Und die Vermittlung dieser Zusammenhänge, das fehlt mir bislang in der Arbeit der BÖRB. Ich finde es gut, dass ein Gremium geschaffen wurde, dass die Meinungen und Interessen der Bevölkerung aufnimmt und weiterträgt, nur sollte von dort auch grundsätzliche Aufklärung als Basis erfolgreicher möglich sein. Ich schätze mal, diese Themen werden auch bei den nächsten Veranstaltungen der BÖRB zur Sprache kommen.

Ich habe aber das Gefühl, dass sich unsere — politische — Gemeinde erst mal in Ruhe einen Kopf machen sollte, welcher Weg für uns sinnvoll und wichtig ist, unabhängig von den Wünschen unserer Vertragspartner Kreis Plön und Herrn Hartmann, der gleich der Gemeinde Selent 10 % der BTG hält.


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