Erinnerungen an das Jahrhunderthochwasser 2002

fhu

Ein KN-Artikel hat mich daran erinnert — Probstei stellt Konzept des Binnenwasserschutzes vor. Hier in Selent trat im Juli 2002 auch ein Hochwasser mit bösen Auswirkungen — unter anderem Schliessung des Mutter-Kind-Kurheims — ein.

Aufgrund eines Starkregenereignisses (180 l/m² innerhalb eines halben Tages) verwandelten sich Straßen in reissende Ströme, Keller und Wohnungen wurden überflutet, das Mutter-Kind-Kurheim (MKK) aus dem Betrieb gerissen, insgesamt wurde ein Millionenschaden angerichtet.

Wie konnte das passieren? Vor langer Zeit floss ein Bach — die Goosbek — aus Richtung Stellböken kommend über die Ländereien der Blomenburg durch das Dorf in Richtung Selenter See. Sie wurde irgendwann in eine Kanalisation gefaßt, die die gewaltigen Wassermassen nicht fassen konnte, und alles oberirdisch zu Tale strömte.

In den vergangenen Jahren wurde von Seiten der Gemeinde einiges dagegen unternommen: Die Goosbek fliesst nun zu weiten Teilen in mächtigen Rohren, unter der Straße “Dorfplatz” wurden Rechteckkanäle verlegt, vor kurzem wurde der Bauabschnitt zwischen B202 und Beginn MKK fertiggestellt. Jetzt muss “nur” noch die Querung der B202 und eine offene Flutmulde beim MKK in Angriff genommen werden. Alles in allem dürfte die Gemeinde dann über 300.000 Euro in die Hand genommen haben.

Aber, das ist nur der Anteil der Gemeinde… Im Zuge der Bauleitplanung für das Blomenburger Baugebiet “Goosbek” wurde nämlich von der unteren Wasserbehörde ein Gesamtkonzept gefordert, den gemeindlichen Anteil habe ich oben dargestellt. Es sieht auch Maßnahmen rund ums Baugebiet vor — Entrohrung der Goosbek, Schaffung von Retentionsflächen, damit bei Starkregen das Wasser des Baugebietes und der umliegenden landwirtschaftlichen Flächen nur langsam im Kanalnetz Richtung Dorf weiterfliesst. Und dort — Goosbek im Bereich Blomenburg — ist bislang noch kein Spatenstich unternommen worden. Mit der Umsetzung dieses Vorhabens soll in den nächsten Monaten begonnen werden.


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