Selents Bürgermeisterin: Hoffnung auf Neuanfang im TZ Blomenburg

fhu

Bei KN-Online erschien grade ein Interview mit der Selenter Bürgermeisterin über den geplanten Rückzug des Investors Hartmann aus dem Technologiezentrum Blomenburg. Auszüge daraus:

“Wesentlich ist, was Landrat Gebel als Vorsitzender der Trägergesellschaft entscheidet”, wiegelte die Bürgermeisterin ab, die hofft, “dass die Chance für Selent noch nicht vertan ist.”

Ich hoffe, dass es diesmal nicht alleine die Entscheidung von Herrn Dr. Gebel ist, was weiterhin mit dem Technologiezentrum passiert. Ich halte es da eher mit Thomas Hansen, dem Fraktionsvorsitzenden der CDU im Plöner Kreistag, der in einem Interview mit der KN vergangene Woche sinngemäß forderte, dass “Hartmann nun nicht so schnell aus seiner Verantwortung entlassen wird, da die zahlreichen vertraglichen Verflechtungen zwischen Dietmar Hartmann persönlich, der Trägergesellschaft und der Betreibergesellschaft problematisch seien“.

Rücktrittsforderungen von Seiten der OBS weist Antje Josten zurück, da sie keinen großen Einfluss in der Gesellschafterversammlung der Blomenburg Trägergesellschaft habe (eine Stimme gegen sieben des Kreises Plön).

Im Artikel heisst es weiter:

“Eine Arbeitsgruppe, zu der auch Hartmann gehört, lotet derzeit neue Verkaufs-Möglichkeiten für die Grundstücke aus”.

Meines Wissens trifft sich diese Arbeitsgruppe, die sich aus der Brainstorming-Veranstaltung des Wirtschaftsvereins heraus entwickelt hat, nicht mehr. Handfeste Ergebnisse, wie das von Herrn Hartmann nach dem zweiten Treffen zugesagte “Vermarktungskonzept”, liegen meines Wissens (noch?) nicht vor.

Nun dürfte es nächste Woche spannend werden, denn dann kehrt Landrat Dr. Gebel aus seinem Osterurlaub zurück. Nicht nur die Selenter Bürger warten auf seine Antworten…


6 Responses to “Selents Bürgermeisterin: Hoffnung auf Neuanfang im TZ Blomenburg”

  • Lars Berwald Says:

    Worin Bürgermeisterin Josten die Chance für einen Neuanfang des
    Technologie-Zentrums sieht bleibt ihr Geheimnis. “Investor” Hartmann erhielt
    von der Gemeinde Selent 200 Baugrundstücke genehmigt und verpflichtete
    sich im Gegenzug, auf der mit 9 Millionen € Foerdermitteln sanierten Blomenburg
    fuer 25 Jahre auf eigenen Kosten ein Technologiezentrum zu betreiben.
    Da “Investor” Hartmann nun den Betrieb des Technologiezentrums abgibt,
    aber seine Baugebiete behält, darf man sich als Selenter wohl zu
    Recht betrogen fühlen.

    Die Nutzung des Technologiezentrums als “funktionierendes Gebäude mit
    vielfältigen Möglichkeiten”, so Bürgermeisterin Josten,
    verbietet der Förderbescheid.

    Dass das Technologiezentrum nur zum Zwecke des Technologiezentrums genutzt
    werden darf, erfuhr zuletzt schmerzhaft “Investor” Hartmann, der die Nutzung der
    Burg als Hochzeits- und Veranstaltungslokal verboten bekam.

    Wenn sich die Bürgermeisterin Josten dann auch noch mit dem ” Investor”
    zusammensetzt, um mit diesem in einer “Arbeitsgruppe” bei der Vermarktung
    seiner Baugebiete mitzuhelfen, ist es sehr zweifelhaft, ob sie hier noch die
    Interessen der Gemeinde Selent vertritt.

    Die “Unschuld vom Lande”, Bürgermeisterin Josten hat die Gemeinde Selent
    von Anfang an in der Gesellschafter-versammlung der Trägergesellschaft
    vertreten und ist für ihre Entscheidungen hier voll verantwortlich.

    Die Stimme von Bürgermeisterin Josten gilt hier genausoviel
    wie die Stimme von Landrat Gebel.

  • fhu Says:

    Jetzt mache ichs wie mein Vorredner und paste hier rein, was ich eben in der KN als Kommentar geschrieben habe:

    Paste & copy, Lars? Denselben Text habe ich gerade auf meinem Blog gelesen. OK, wir wissen nun Deine Haltung dazu, was nicht sein darf. Aber wie stellst Du Dir, auch als Gemeindevertreter der Gemeinde Selent, die Zukunft vor? Alle politisch Aktiven aus Selent sind nun gefragt, nicht NUR Rueckschau zu halten, sondern zu ueberlegen, wie die Konsequenzen aussehen werden und welche Moeglichkeiten der Traegergesellschaft verbleiben. Ob politische Koepfe rollen oder nicht, ist meines Erachtens eher marginal…

    Nur mit einer Schulddebatte kommen wir nicht viel weiter – ehrlich gesagt, haengt mir diese Diskussion auch im kleinem Kreis zum Halse heraus.

    Meines Erachtens sollte nun eine emotionslose Bestandsaufnahme durchgefuehrt werden, was schief lief, welche Fehler gemacht, welche Kosten aufgelaufen sind und wer fuer Fehler geradestehen muss.

  • fhu Says:

    Eingabefeld zu klein, deshalb nochmals – erst Informationen, was alles falsch lief, welche Konsequenzen dies fuer Kreis und Gemeinde haben kann, und dann kann mensch ueber Konsequenzen reden.

    Sonst ist alles mit heisser Nadel gestrickt, und mensch macht froehlich weiter Fehler…

  • Lars Berwald Says:

    Ich bitte das paste und copy zu verzeihen,
    ich sitze in der hotellobby und jede 10 Minuten kosten nen €.

    Frank, natuerlich muessen wir erst einmal die strukturellen Probleme des Blomenburg-Projektes untersuchen und verstehen. Nur wenn alles aufgeklaert ist, koennen wir auch die Zukunft der Blomenburg sinnvoll gestalten.

    So, ich hopp wieder in den Pool.

  • Paukstadt Says:

    Wo bleiben die Kommentare der “üblich Verdächtigen” hier aus Selent. Ich vermisse
    sie sehr :-)

  • fhu Says:

    ??? Sind doch (fast) alle hier versammelt.
    Ich fnde aber, dass die meisten spannenden Diskussionen & Meinungsbildung derzeit offline, im Dorf, auf der Burg & sonstwo ablaufen – zB waehrend des Dorfputzes.

    Internet ist nur ein zusaetlicher Kanal, spielt aber hier aufm Dorf bei weitem nicht in derselben Liga wie die “klassische” Form des oeffentlichen Diskurses.

    Hier wird nur das abgebildet, was irgendwelche Offline-Aktivisten anschliessend online stellen, zur Dokumentation oder zum Stillen ihres eigenen Mitteilumgsbeduerfnisses.

    Nicht mehr, aber auch nicht weniger :-)

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