Eilmeldung: Hartmann (Betreiber Technologiezentrum Blomenburg): Auflösung der Verträge

fhu

Dunkle Wolken über der Blomenburg

Dunkle Wolken über der Blomenburg


Auf den Seiten der KN-Online von heute nachmittag, 17:02, erschien folgende, für Selent und den Kreis Plön folgenschwere Meldung:

Selent – Diesen Tag haben die Kritiker des Technologiezentrums Blomenburg in Selent (Kreis Plön) kommen sehen. Der Betreiber der umstrittenen Einrichtung, der Rendsburger Unternehmer Dietmar Hartmann, will sich nach Informationen unserer Zeitung nun aus dem Projekt zurückziehen.

In den letzten Wochen verdichteten sich Gerüchte aus allen Richtungen, dass diese Entscheidung kurz bervorstünde, nur der genaue Zeitpunkt war noch unklar. Als Gründe wird in der KN “die mangelhafte Auslastung des Technologiezentrums und die hohen Defizite, die Hartmann als Betreiber bislang eingefahren [hat]“, genannt.

Pikanterweise standen in den ersten drei Jahren des Betriebes – vertragsgemäß – der Kreis Plön (80% Beteiligung an der Trägergesellschaft) und die Gemeinde Selent (10%) mit hohen Summen (meines Wissens rund 460 T€) für einen Verlustausgleich gerade. Diese drei Jahre laufen im August diesen Jahres aus…

Ergänzung 12.4.09: In den letzten Jahren habe ich einige Artikel zu den Hintergründen rund um das Technologiezentrum Blomenburg (früher als Venturepark bezeichnet) und die Blomenburg geschrieben. Diese sind in meinem früheren Blog archiviert.


18 Responses to “Eilmeldung: Hartmann (Betreiber Technologiezentrum Blomenburg): Auflösung der Verträge”

  • Lars Berwald Says:

    Der Landrat des Kreises Plön Dr.Volkram Gebel und die Selenter Bürgermeisterin Antje Josten sind für das “Blomenburg”-Projekt politisch verantwortlich. Nachdem der Kreis Plön und die Gemeinde Selent jetzt schmerzhaft Schiffbruch erlitten haben, sollten die beiden auch die politische Verantwortung übernehmen und von ihren Ämtern zurücktreten.

    Betreiber Dietmar Hartmann und Ex-Geschäftsführer Finn Duggen sollten mit ihren jeweiligen Privatvermögen für die verursachten Schäden haftbar gemacht werden.

    Zum Verlustausgleich ist zu berichten, dass bisher nur für das Jahr 2007 eine Zahlung von 204.516,75 € geleistet worden ist,
    die weiteren Zahlungen für 2008 über 153.387,56 € und 102.258,38 € für 2009
    uns aber hoffentlich erspart bleiben.

    Wenn Hartmann die Verträge mit der Trägergesellschaft auflöst, bedeutete das insbesondere auch, dass er nicht mehr über das Hauptgebäude der Burg, das Kavaliershaus und den Burginnenhof verfügen und insbesondere auch keine Veranstaltungen dort mehr abhalten kann. Insofern muss das Konzept
    der Baugebiete mit Burg als zentralem Kultur-und Veranstaltungsort ab dem heutigen Tage zu den Akten gelegt werden.

  • fhu Says:

    URL des KN-Artikels hat sich geaendert, er ist nun unter http://www.kn-online.de/lokales/ploen/?em_cnt=85516 zu finden. Reichlich unprofessionell, muss ich sagen. KN-Online erweist sich mal wieder als nicht zitierfaehig, im technischen Sinne des Internets.

  • fhu Says:

    @Lars: “Insofern muss das Konzept der Baugebiete mit Burg als zentralem Kultur-und Veranstaltungsort ab dem heutigen Tage zu den Akten gelegt werden.” Wirklich? Ich finde eher, dass die Burg deutlich belebt werden sollte, um zu zeigen, dass es weiter geht, vorwärts, sie bekannter machen als durch reine Negativmeldungen.

    Was mich zunehmend nervt, dass von Kritikerseite nur von “politisch verantworten”, “zurücktreten”, “persönlich haften”, “zu den Akten legen” die Rede ist, also rückwärtsgewandte, abschliessende Aktionen.

    Die Burg aber bleibt, und wie es denn positiv weitergehen könnte, da ist Schweigen im Walde.

    OK, ich überspitze jetzt deutlich, aber den Grundtenor der rein destruktiven Haltung habe ich satt.

  • paukstadt Says:

    Mal Leserbrief von Anne zum KN-Artikel lesen

  • paukstadt Says:

    Nachtrag: Leider kann Lars zum jetzigen Zeitpunkt nicht antworten, weilt auf Teneriffa

  • fhu Says:

    diesen urlaub goenne ich lars, ist er doch als einmann-kampftruppe pausenlos kreisweit im einsatz. wieso er jetzt aber unbedingt antworten sollte – spaeter ist auch noch zeit, und so schnell werden sich die aenderungen auf der burg nicht vollziehen, weilen doch die meisten, so auch hartmann oder gebel, im osterurlaub.

  • fhu Says:

    herr nachbar, wer ist anne?

    L:OL (sry, ist twitter-sprech: location:…)

  • Ralf Says:

    [OK, ich überspitze jetzt deutlich, aber den Grundtenor der rein destruktiven Haltung habe ich satt.]
    Wo Frank Recht hat, hat er Recht. Diese ewig gestrigen, in konjunktiven denkenden Menschen, die immer nur das negative sehen und kein bisschen zur Gestaltung der Zukunft beitragen nerven.

    Positive Grüße aus Kronshagen, Ralf

  • Silke Berner Says:

    Ihr lieben Selenter, Ihr solltet Euch mal lieber Gedanken darüber machen, wie Ihr die Baugebiete lebendig bekommt. So schön die Gebiete auch sind: Wenn es keiner weiß, dann passiert da auh nichts. Warum klappt es denn anderswo?

  • fhu Says:

    “Wenn es keiner weiß, dann passiert da auh nichts” – Das Problem ist, dass der Besitzer der Flächen eigene Vorstellungen über die Art & Weise der Bebauung und der Vermarktung hat. Dazu tun können die Selenter wenig, weil wir wenig in den Händen halten – es gibt kein sinnvolles schriftlich fixiertes Bebauungskonzept. Wie könnte Selent ihm dann bei der Vermarktung helfen, wenn wir nichts zu erzählen haben?
    Aber wem sage ich das…

  • Silke Berner Says:

    Von mir gab es ein “sinnvolles schriftlich fixiertes Konzept”, sicher ausschließlich aus meiner Sicht und gefertigt aus meinen Erfahrungen im Grundstücks-/Hausverkauf. Ebenso eine Werbekampange. Diese Werbung war frisch und frech und so glaube ich, etwas anders als “die normale Werbung für Häuslebauer”. Aber das Ende der Fahnenstange kennst Du ja. Schade eigentlich, denn ist ist ein Baugebiet sondergleichen….

  • fhu Says:

    Na, ich glaub, ich habs mal wieder zu überspitzt formuliert. Es gibt Schriftliches, aber die Realität sieht dann anders aus. Sinnvoll wäre eine eindeutlige Zuordnung zwischen Bauquartier und Baustil, wie es zwischenzeitlich ja mal vorgelegen hatte. Nur – das ist seit mehreren Jahren vom Tisch.

    Wenn mich ein Interessent fragen würde, wo denn wie gebaut werden soll, dann könnte ich ihm nur sagen – “fragen Sie Herrn Hartmann”. Das ist auch ein Kritikpunkt der Gemeindevertretung an Herrn Hartmanns Vermarktung – man kann ihm nicht unter die Arme greifen, weil nichts Greifbares kommuniziert werden kann.

    Wir hatten gehofft, dass Herr Hartmann bei den gemeinsamen Gesprächen nach dem Brainstorming des Wirtschaftsvereins zu einem konkreteren Konzept käme – aber davon ist noch nichts sichtbar.

  • Silke Berner Says:

    … und im Himmel ist Jahrmarkt.

  • Kalli Jipp Says:

    @Frank: “Wirklich? Ich finde eher, dass die Burg deutlich belebt werden sollte, um zu zeigen, dass es weiter geht, vorwärts, sie bekannter machen als durch reine Negativmeldungen.
    Was mich zunehmend nervt, dass von Kritikerseite nur von “politisch verantworten”, “zurücktreten”, “persönlich haften”, “zu den Akten legen” die Rede ist, also rückwärtsgewandte, abschliessende Aktionen.
    Die Burg aber bleibt, und wie es denn positiv weitergehen könnte, da ist Schweigen im Walde.
    OK, ich überspitze jetzt deutlich, aber den Grundtenor der rein destruktiven Haltung habe ich satt.”

    Frank, diesen/Deinen “wundersamen Worten” v. 09. April kann ich nur voll und ganz zustimmen und es ist nichts überspitzt. Es werden sich sicherlich noch weitere schlaue Leute melden, die alles vorhergesehen haben, obwohl es den meisten Kritikern in erster Linie um persönliche Belange ging. Und – die Verhinderer haben es ja lange genug geschafft, das Projekt in die Länge zu ziehen. Eine Untersuchung und einen vertiefende Untersuchung folgte der nächsten und so lief die Zeit davon, sei es im Bereich der Blomenburg oder in dem Gewerbegebiet. Allerdings muss man kritisch anmerken, dass der Investor eine große Verantwortung dafür trägt, dass in den Baugebieten erst so wenige Häuser stehen. Dieses kann sich nur ändern, wenn man endlich Häuser bauen kann, wie sie nach den B-Plänen zulässig sind, ohne die strikten Vorgaben des Investors einhalten zu müssen, denn das schreckt Bauherren ab.

  • Silke Berner Says:

    Bin ich “schlaue Leute” oder “Verhinderer”?

  • fhu Says:

    Just as you like – ich würde aber sagen – weder / noch ;-)

  • fhu’s weblog v3 » Wie man sich bettet - auf der Blomenburg Says:

    [...] Technologiezentrum kam in letzter Zeit öfters in die Schlagzeilen: Zuerst das Gerücht, dass die Betreibergesellschaft sich zurückziehen wolle, später dann die merkwürdigen Vertragsverhältnisse rund um Telekommunikation und [...]

Leave a Reply